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Lesen stärkt die Seele Voltaire

Es ist nicht nur bei guten Weinen so, sondern auch bei Büchern. Die Geschmäcker und Vorlieben sind sehr verschieden. Der eine hat Lust auf erotische Zeilen, die andere gerät bei Fantasy ins Schwärmen, der andere liebt die Spannung eines Krimis, andere mögen Autobiographisches und wieder andere vertiefen sich lieber in Sachthemen.  Deshalb möchten wir Sie auf unsere Literatur-Reise mitnehmen und an unseren unterschiedlichen Präferenzen teilhaben lassen. Wir wollen Ihnen etwas von unserer eigenen Lesefreude vermitteln, damit Sie einen ersten Eindruck von einem Buch bekommen können und dann vielleicht selbst schauen wollen, ob dies auch Ihren Vorstellungen entspricht. Buchvorstellungen lesen

Literarische Streifzüge

Ich suche nach Wörtern, die Gedanken malen

Ich war von zwei Büchern so inspiriert, dass ich diese Empfindung unbedingt mit euch teilen will.

Das erste Buch Liebe Schreiben, herausgegeben von Ingrid Bauer und Christa Hämmerle“ ist ein wissenschaftliches Buch und befasst sich mit – so auch der Untertitel des Werks – Paarkorrespondenzen im Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts. Beleuchtet wird die Rolle der Korrespondenz für die Liebe und die Paarbeziehungen im Laufe der Jahrzehnte.

Das zweite Buch Schreiben Sie mir oder ich sterbe, herausgegeben von Petra Müller und Reiner Wieland“ ist eine tolle Sammlung von Liebesbriefen bekannter Persönlichkeiten, wie Sartre, Frieda Kahlo, Edith Piaf u.v.a., und es führt auf eine vielfältige Reise durch unterschiedliche Zeiten, beginnend in den 1860er/70er Jahren, bis in die 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Weiterlesen

Was tue ich hier eigentlich?

„Was also ist der Mensch? Er ist ein Wesen, dass immer entscheidet, was es ist“ (...) so der jüdische Psychologe Viktor Frankl. Stimmt es? Wenn ja, soll ich es glauben? Soll ich alles glauben, was ich denke? Soll ich die Fragen stellen? Bin ich verzweifelt, wenn ich solche Fragen habe? Es reicht!!!
Was tue ich hier eigentlich? - heißt das Buch von Nicolas Dierks. Das Buch mit vielen spannenden Fragen und Antwortmöglichkeiten, die uns den Lebensalltag besser zu verstehen helfen. Wie will ich eigentlich leben? Wessen Traum lebe ich? Was weiß  ich wirklich? Wie will ich gelebt haben? Weiterlesen

Wenn ich gehe, dann gehe ich ...

Ich existiere zwischen tausenden Ängsten. Die Angst hat bei mir einen unbefristeten Aufenthalt. Sie ist kein isoliertes Gefühl, sondern ist immer bemüht mir unzählbare Sorgen (sehen wie Fragen aus) zuzuschicken, die rot leuchten und meistens offen bleiben: Angst zu versagen? Angst nicht produktiv bei der Arbeit zu sein? Angst vor zu wenig Anerkennung? Angst vor der Zukunft? Also ich habe Millionen Angst-Leukozyten im Blut. Was gut daran ist, ich bin nicht allein. Weiterlesen

Nicht nur durchdenken, sondern tun

Die Dauer ist die Art der Weisen
Es ist früh morgens. Die Sonne versucht warm aufzugehen. Du stehst auf, ziehst deine Sportsachen an, Kopfhörer in das Ohr, läufst langsam und versuchst dabei rhythmisch zu atmen. Deine Lieblingssongs helfen dir die Stimmung zu halten und geben dir Kraft, die 15 Minuten lang zu schwitzen.

Das ausführliche Gespräch mit Herrn Dr. Albert Kitzler vom 24.01.2017 in Berlin Lesen

Nur der Himmel blieb derselbe

Der in 1982 in Bremen geborene Christopher Spatz promovierte 2015 nach Abschluss seines Studiums der Geschichte und Germanistik an der Humboldt Universität in Berlin zum Thema ostpreußische Wolfskinder. Er forscht zu Zwangsmigration im östlichen Mitteleuropa und Geschichte der Beziehungen Deutschlands zu Russland, Litauen und Polen. Des Weiteren ist er in den Bereichen Traumafolgen, Erinnerungstransfer und Familiengedächtnis tätig. Er gründete die Preußische Denkfabrik und veröffentlichte 2016 sein erstes Werk "Nur der Himmel blieb derselbe - Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben" im Verlag Ellert & Richter.

Das ausführliche Gespräch mit Dr. Christopher Spatz vom 21.03.2017 in Hamburg Lesen

Musikalisch eingestimmt

„Tanzender Tod“ Olaf Struck, Theater Kiel

Theater Kiel präsentierte Puccinis Oper Turandot im OpenAir-Sommertheater

Der Wettergott meinte es gut am Wochenende, so konnten die beiden letzten Vorstellungen des Kieler Sommertheaters als OpenAir am Samstag und Sonntag (22./23.07.2017) auf dem Rathausplatz planmäßig stattfinden, nachdem die Mittwochsvorstellung wegen schlechten Wetters abgebrochen werden musste. Weiterlesen

Lika Bibileishvili Portrait und Gespräch

Diese außerordentlich begabte, wie ebenso sympathische junge Pianistin, wurde 1988 in Batumi/Georgien geboren, lebt und wirkt seit 2008 in München, wo sie ihr Studium bei Prof. Franz Massinger an der Hochschule für Musik und Theater begann und 2011 bei dem renommierten Klaviervirtuosen Prof. Volker Banfield fortsetzte. Seit 2014 studierte sie in der Klasse des bekannten Pianisten Antti Siirala. Weiterlesen

Marialy Pacheco

Marialy Pacheco ist eine in Havanna geborene exzellente Jazzpianistin. Nach einer klassischen Musikausbildung auf ihrer Heimatinsel Kuba entdeckte sie bereits mit 15 Jahren eine Vorliebe für die Jazzmusik. Auf Grundlage traditioneller kubanischer Rhythmen entwickelte sie ihre individuelle musikalische Ausdrucksform, mit der sie das Publikum auf eine Reise in ihre Heimatstadt Havanna mitnimmt. Das erste Album war eine Produktion mit Roberto Fonseca. Danach begeisterte Marialy auf unzähligen nationalen und internationalen Bühnen ihre Zuhörer und produzierte weitere Alben. Als erste Frau gewann sie 2012 den Klavierwettbewerb beim Jazzfestival in Montreux. 2014 erschien das Album „Introducing“, das sie mit Rhani Krija (Percussion) und Joo Kraus (Trompete) einspielte. Dieses Album enthält sowohl neu arrangierte kubanische Klassiker als auch Eigenkompositionen. Die Live-Premiere ihres aktuellen Albums "Duets" fand am 11.Mai 2017 in Köln, "Altes Pfandhaus", statt. Wer die Gelegenheit hat die Künstlerin live zu erleben, wird diesen Auftritt mit einer Symbiose aus einem leidenschaftlichen kubanischen Temperaments-Feuerwerk und technischer Brillanz so schnell nicht wieder vergessen.

Gefühlsklang Portrait der Pianistin Inga Fiolia

Musizieren war immer etwas Natürliches für mich - erzählt Inga Fiolia, eine junge Pianistin aus Köln. Sie hat schon als kleines Kind die Musik im Blut. Inga war 3 Jahre alt, als ihr Vater am Klavier komponierte und sie dazu tanzend ein Liebeslied für ihre Mutter improvisierte:

„Mein Herz klopft friedlich, wenn ich dich lachend sehe liebe Mutter.“ Weiterlesen

Nino Girsiashvili & Allewelt Ensemble

Das Ensemble besteht aus den Musikern Nino Girsiashvili (Gitarre/Gesang), Alexander Meyen (Geige), Micha Wex (Drums/Percussion), Eela Soley (Saxophon/Querflöte) und Benjamin Trawinsky (Kontrabass). Die Musiker möchten die Welt der traditionellen- und Folkmusik mit neuem und jazzigen Ausdruck und Groove bereichern. Abseits der ausgetretenen Mainstream Pfade wird die Folkmusik von ihnen um neue Aspekte bereichert, ohne großen technischen Aufwand, aber aus großer Lebensfreude heraus leidenschaftlich vorgetragen.

38. Leverkusener Jazztage 3. bis 16. November 2017

Die 38. Leverkusener Jazztage finden vom 03. bis 16.11.2017 statt. Das Programm wird am 07.09. offiziell vorgestellt. Auf dem Festival werden mehr als 200 nationale und internationale KünstlerInnen erwartet.

Die Leverkusener Jazztage 2016 (04. bis 13..11) - ein voller Erfolg - Viele Abende mit musikalischen Leckerbissen waren zur erleben; einer davon der „Made in Germany-Event“ am 11.11. 2016 mit den unterschiedlichen Stilrichtungen besetzenden, aber allesamt zur Zeit sehr erfolgreichen deutschen Musikern Max Mutzke, Andreas Kümmert und Henrik Fleischlader Trio. Weiterlesen

Perfekt inszeniert

Openair-Kulturfestival "Morsbroicher Sommer 2017"

Im Juli/August 2017 findet zum 39. Mal der "Morsbroicher Sommer" im Park von Schloss Morsbroich in Leverkusen statt; mit 8 künstlerischen Darbietungen für kleine und große Gäste. Eröffnet wurde das Festival am 16.07., 15:00 Uhr, mit der an Familien gerichteten Aufführung "Eliot und Isabella und das Geheimnis des Leuchtturms", eine Rattenstory um das Thema Freundschaft, des Figurentheaters "Marmelock". Weiterlesen

Visuell gestaltet

Von der Heydt-Kunsthalle
Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Von der Heydt-Museum, Wuppertal Ausstellungen 2016/17/18

Die Ausstellungen des Kunstmuseums der letzten 10 Jahren erfuhren hierzulande, aber auch international, große Beachtung. Sie wurden von Kunstkritikern mehrfach zur „Ausstellung des Jahres“ gekürt, wie die Präsentation zu Monet (2009), Bonnard (2010), Sisley (2011), „Der Sturm“ (2012), Pissaro (2014) und „Weltkunst – Von Buddha bis Picasso“ (2015). Der Weg wurde mit der Ausstellungsreihe zum französischen Impressionismus mit einer Zusammenschau von Degas und Rodin konsequent weiter gegangen (25.10.2016 - 26.02.2017). Weiterlesen

Topic Drift Music

Der Vinyl-Boom setzt sich fort. 2016 wurden über 3 Millionen Langspielplatten verkauft, 40% mehr als im Jahr 2015. Der Anteil am gesamten Musikmarkt beträgt damit bereits 4,4%. In Köln (Ehrenfeld) haben sich einige junge Leute zusammengetan und die Topic Drift Music GmbH gegründet (Recordstore und Label). www.topicdrift-music.com Ein ausführliches Gespräch mit den Betreibern Lesen

Total Records. Vinyl & Fotografie - C/O Berlin

Download oder Online-Streaming sind heute der gängige Weg sich gewünschte Musikstücke zu beschaffen. Schnell ist mit ein paar Klicks auf einem der vielen Musikportale aus einem Riesenfundus von Millionen Musikstücken der gesuchte Song gefunden, heruntergeladen, angehört, gespeichert oder wieder gelöscht. Ein flüchtiges Unterfangen und weit entfernt von dem Gefühl etwas Wertvolles, nicht beliebig Replizierbares in Händen zu halten. Weiterlesen

Kreuzberg - Amerika Werkstatt für Photographie 1976 - 1986, C/O Berlin

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Werkstatt für Photographie präsentieren C/O Berlin, das Museum Folkwang Essen sowie das Sprengel Museum Hannover ein gemeinsames Projekt mit drei Ausstellungen, das erstmals die Entwicklung der Werkstatt und ihrer Schaffenden präsentiert. In der Ausstellung „Kreuzberg – Amerika“ vom 10.12.2016 bis 12.02.2017 wird die die Geschichte der Werkstatt für Photographie aufgearbeitet. Gezeigt werden ca. 250 Exponate, darunter von international renommierten Fotografen, die in der Werkstatt ausgestellt haben (Robert Adams, Diane Arbus, Lewis Baltz, Larry Clark, William Eggleston, Larry Fink, John Gossage und Stephen Shore). Diese Auswahl wird Bildern von Fotografen, Dozenten und Gästen der Werkstatt gegenübergestellt (Gosbert Adler, Friedhelm Denkeler, Wolfgang Eilmes, Thomas Forschuetz, Ulrich Görlich, Ursula Kelm, Wilmar Koenig, Thomas Leuner, Christa Mayer, Eva Maria Ocherbauer, Hildegard Ochse, Gundula Schulze Eldowy, Michael Schmidt, Hermann Stamm, Klaus-Peter Voutta, Manfred Willmann und Ulrich Wüst).

Portraits durch Portraits

Die Suche nach...
Der ältere Mann mit den roten Blumen in der Hand sucht auf den Straßen in Tiflis (Georgien) nach Frauen, Männern, die seine Blumen kaufen. Mariam, die damals vor zehn Jahren in Tiflis wohnte, sucht nach Farben, nach Kreativität. Sie will malen und in der Academy of Art studieren. Aber die Suche endet nicht in Malerei, sondern in der Fotografie. Mariam sieht diesen älteren Mann mit roten Blumen öfter und ist inspiriert von seinen großen warmen Augen - und ein Schnappschuss, die erste Aufnahme, ist da - Jede seiner einzelnen Falten beschreibt, dass Georgien ein altes Land ist, welches immer wieder versuchte auf dem Weg zur Freiheit jung und revolutionär zu bleiben. Weiterlesen

1-2-3-4 geben wir den Takt an oder Anton Corbijn`s Drei Takt Regel

„Es ist anders mit Anton. Es kommt von woanders her.
Und wenn ich anders sage, meine ich, dass alles anders ist. Die Herangehensweise, die Haltung, die Vision, das Denken über den Tellerrand hinaus, immer aufgefordert zu werden, sich woandershin zu bewegen..., körperlich, emotional, kreativ“.  - Lars Ulrich (Matallica) Weiterlesen

Ansgar Skiba - Natur

Der in Düsseldorf lebende Maler Ansgar Skiba beschäftigt sich in seinen Arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre mit dem Thema Natur. Die bildfüllend dargestellten Motive von Gletschern, Wellen, Seen, Gebirgslandschaften, Wäldern und Gärten transformieren die natürlichen Energien in Farbenergien und schildern so die verschiedenen Zustände des Lebenselixiers Wasser, Licht, dem Wachsen und Funkeln der Natur.

Aktuelle Präsentation: Ausstellung ANSGAR SKIBA - FARBFLUSS - Gärten und Meereslandschaften, Ausstellungszentrum Gut Altenkamp, Am Altenkamp 1, 26871 Papenburg-Aschendorf, 15. August bis 22. Oktober 2017. Weiterlesen

public domain, Wilhelm Sasnal in der
Galerie Raster, Warschau

Wilhelm Sasnal

Der polnische Maler Wilhelm Sasnal wurde 1972 in Tarnów /Polen geboren. Zunächst studierte er 1992-1994 an der Krakauer Technischen Universität Architektur. Anschließend nahm er ein Studium der Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Krakau auf, das er 1999 abschloss. Der in Krakau lebende und arbeitende Maler gehört zu den zahlreicher werdenden zeitgenössischen polnischen Künstlern, die den Sprung hin zu Ausstellungen in westlichen Museen und die Aufnahme in renommierte Sammlungen wie die der Schweizer Fondation Beyeler schafften. Weiterlesen

Marius Singer

Marius Singer wurde 1959 in Bergisch Gladbach geboren, lebt und arbeitet heute in Erpel. Er absolvierte ein Studium Freie Kunst an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln. Studienaufenthalte führten ihn nach Frankreich, Italien, Australien und Südafrika. Singer wurde mit einer Vielzahl von Stipendien und Kunstpreisen ausgezeichnet. Mittlerweile sind seine Werke weltweit in Kunstsammlungen zu finden.

Das ausführliche Gespräch mit Herrn Marius Singer Lesen

Zipora Rafaelov

Zipora Rafaelov wurde in Israel geboren, lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Düsseldorf, wo sie auch ihre Ausbildung an der Kunstakademie abschloss. Sie ist in Deutschland, aber auch international für ihre unverwechselbare Bildsprache bekannt, in der skulpturale und grafische Elemente miteinander in Beziehung gesetzt werden. Mit Licht und Schatten werden Werke von großer Imagination geschaffen. Weiterlesen

Mati Karmin

Der wohl bekannteste zeitgenössische estnische Bildhauer Mati Karmin wurde 1959 in Tartu geboren. In Tallinn studierte er am Staatlichen Kunstinstitut der Estnischen Sowjetrepublik Bildhauerei und war von 1986 bis 1997 Dozent an der Estnischen Kunstakademie. !988 war er dem estnischen Künstlerverband beigetreten und war von 1992-1995 dessen Präsident. Im Jahr 2000 nahm der seine Unterrichtstätigkeit an der Höheren Kunstschule in seiner Heimatstadt Tartu auf, seit 2001 ist er dort Professor. Weiterlesen

Schwingungssymphonie

(...) Man muss eine Geduld haben, nicht zu viel Erwartungshaltung, sondern irgendwo dem Wasser den Raum lassen und die Möglichkeit geben, irgendwie zu antworten. Ich sage ganz bewusst zu antworten und nicht zu reagieren. (...)  A. Lauterwasser Wasserforscher. Weiterlesen

In jedem Würfel steckt eine Kaaba

Stelle Dir eine riesige schwarze Kubus-Skulptur vor. Was nimmst Du wahr oder wie nimmst Du es wahr? Wie einen Würfel, ein Quadrat oder eine Kaaba? „(...).Toll ist doch, dass in der Skulptur alles drin steckt. Es handelt sich um eine universelle Form, die frei ist für alle Interpretationen und kulturübergreifend fasziniert.(...)“ Gregor Schneider Weiterlesen

Geschichten in Stoffen - Gedanken auf Papier

Stoffe erzählen für mich Geschichten. Die Farbe, Punkte, Linien oder Muster, die auf Stoffen zusehen sind, faszinierten mich schon als Kind. Ich glaubte in den Stoffen lesen zu können und zu vermuten, wie die Person sich damit gefühlt hat. Kurz gefasst, je mehr dunkle Farben und weniger Muster, desto trauriger schien mir dieser Mensch gewesen zu sein. Bunte Stoffe zeugten für mich für mehr Glück und leichtere Charaktere. Weiterlesen

Großes Kino

"Where to, Miss?"

Am 16.01.2017 feierte der Film "Where to, Miss?" im "Babylon" in Berlin, im Beisein der Regisseurin Manuela Bastian, dem Kameramann Jan David Günther und Birgitta Hahn von der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" Premiere. Ab Donnerstag, 19.01.2017, in den Kinos zu sehen. Ursprünglich sollte „Where to, Miss?" ein Dokumentarfilm über eine junge selbstbewusste Taxifahrerin in Delhi werden, erzählte die Regisseurin im Publikumsgespräch nach der Premiere. Aber dann verliebte sich die Darstellerin Devki und heiratete. Als sie ihre Arbeit aufgeben und aufs Land zur Familie ihres Mannes ziehen sollte, schien sich der Wunsch Devkis auf ein unabhängiges Leben zu zerschlagen. Drei Jahre lang begleitet „Where to, Miss?" Devki durch die drei Lebensphasen als Tochter, Ehefrau und Mutter. Es entstand so eine facettenreiche Langzeitbeobachtung. „Where to, Miss?" vermittelt authentisch die Konfliktsituation in der in Indien eine Frau gerät, welche aus dem traditionellen Rollenverständnissen auszubrechen versucht. Der Film wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016. 01-2017 TH Am 21.07.2017  erscheint „Where to, Miss?" auf DVD und als Video-on-Demand!

"Jackie"

Dieser Film kommt genau zum richtigen Moment in die Kinos. In einer Zeit wo Menschen weltweit gespannt in Richtung Amerika blicken und einem US-Präsidenten Donald Trump überwiegend mit Angst und Sorge gegenüber treten; im krassen Gegensatz seinerzeit zu John F. Kennedy, der die Stimmung des Aufbruchs in Richtung liberales Amerika verkörperte. „Jackie“ ist nicht als klassische Filmbiographie einzuordnen; vielmehr ist dem chilenischen Regisseur Pablo Larrain mit seinem ersten englischsprachigen Film über die wohl bis heute berühmteste Präsidentengattin ein außergewöhnlich inszeniertes, scharfsichtiges und emotional ergreifendes Politdrama gelungen. Als am 22.11.1963 der 35. US-Präsident „JFK“ (Capar Phillipson) in Dallas erschossen wird, hat Jacqueline Kennedy (Natalie Portman) wie jeder Hinterbliebene erst einmal den plötzlichen Tod ihres Mannes und Vaters ihren beiden kleinen Kinder zu realisieren. Gleichzeitig hat sie nach dem Attentat als Ex-First-Lady nur noch wenige Tage Zeit, um mit der ihr noch verbliebenen restlichen Macht letztmalig die weltweite Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ob der persönlichen Eitelkeit geschuldet oder um den politischen Leistungen ihres Mannes ein strahlendes Denkmal zu setzen, bleibt im Film bewusst offen. Auf jeden Fall will sie die Beisetzung in Anlehnung an die Trauerfeier des ebenfalls ermordeten Abraham Lincoln als öffentlichkeitswirksame Großzeremonie in Szene setzen, in der unzählige Menschen in den Straßen „ihrem“ Präsidenten das letzte Geleit geben können. Jackie hat sich mit diesem Vorhaben gegen den Widerstand des Teams um den Ersatzpräsidenten Lyndon B. Johnson (John Carroll Lynch) durchzusetzen vermocht, welches eine solche Veranstaltung einerseits als hohes Sicherheitsrisiko einschätzt und darüber hinaus die mediale Omnipräsenz des Kennedy-Clans einzudämmen versucht. Jackie ist es jedoch gelungen ein bis heute nachwirkendes „Memorial“ in die Köpfe der Menschen zu brennen. Basis der Handlung ist ein Interview das Jackie eine Woche nach dem Attentat einem unbekannten Journalisten (Billy Crudup) gibt. Die Erzählung vor und nach dem Mordanschlag erfolgt dabei in Rückblenden. Durch die herausragende schauspielerische Leistung von Natalie Portman werden die Wesenszüge, Verhaltensweisen und Gefühlszustände von Jackie Kennedy, von der Hilflosigkeit einer Trauernden bis hin zu großer Stärke und Willenskraft authentisch zum Zuschauer transportiert. 01-2017 TH

"Rammstein Paris"

Der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund drehte im März 2012 bei zwei Rammstein-Konzerten, die vor jeweils 17.000 begeisterten Zuschauern im Pariser Bercy stattfanden. Daraus entstanden ist ein besonderer Konzertfilm, der alles vermittelt was Deutschlands erfolgreichste Metal Band (Till Lindemann, Richard Kruspe, Christoph Schneider, Flake Lorenz, Paul Landers und Oliver Riedel) ausmacht. Aus 60 Blickwinkeln (30 Kameras) wurden die Konzerte eingefangen, ebenso intensiv die einzelnen Musiker bei der Generalprobe. Dieses tonische und visuelle Showerlebnis, mit 16 Songs aus dem Rammstein-Repertoire, präsentiert die Gruppe als ganzheitliches Kunstobjekt. Am 23.03.2017 wird der Film weltweit in ausgesuchten Kinos vorgestellt. In deutschen Programmkinos zu sehen am 23., 24. und 29.03.2017. Der Ticketvorverkauf hat begonnen. Hierzu ist mittlerweile eine DVD/Blu-ray  in limitierter Auflage erschienen, zu beziehen u.a. über LIFAD. www.rammstein.de

"Mein Leben als Zucchini"

Der französisch-schweizerische Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras (Drehbuch Céline Sciamma) im Stop-Motion-Verfahren aus dem Jahre 2016, ausgezeichnet mit "Satellite Award for Best Animated or Mixed Media Feature 2017" und "Europäischer Filmpreis Bester Animationsfilm 2016" sowie Oscar-Nominierung 2017, ist ab dem 16.02.2017 in den Kinos zu sehen. Der Puppentrickfilm basiert auf dem Buch "Autobiographie d'une courgette" von Gilles Paris. Der 9jährige Junge mit dem Spitznamen „Zucchini“ ist nach dem plötzlichen Tod seiner alkoholkranken Mutter, den er verschuldet hat, allein auf sich gestellt. Er wird von einem freundlichen Polizisten in ein Heim gebracht, wo er mit anderen Kindern aus schwierigen Verhältnissen leben muss. Nach anfänglichen Problemen freundet er sich mit vielen von ihnen an und als dann ein neues Mädchen namens Camille ins Heim kommt, ist Zucchini sogar erstmals ein wenig verliebt. Camilles Tante möchte sie jedoch zu sich holen, damit sie das Pflegegeld einkassieren kann. Zucchini und seine Freunde versuchen nun mit allen Mitteln, Camille bei sich zu behalten. Ein Film, der auch geeignet ist Kindern Mut und Freude zu machen, die in einem problematischen sozialen Milieu aufwachsen müssen. 02-2017 IK www.zucchini-film.de

Kultur-politisch

Polen: Kulturrevolution der PiS-Regierung?

Seit nunmehr fast zwei Jahren ist in Polen die PiS-Regierung im Amt und betreibt eine nationalkatholische Wende im Land. Die Fäden der Regierungspolitik zieht der Parteivorsitzende Jarosław Kaczyński, der selbst kein Regierungsamt innehat. Die Beschränkungen des polnischen Verfassungsgerichts, die Einschränkungen bei der Versammlungsfreiheit und die Mediensäuberungen sind auch westwärts der Oder bekannt. Doch längst sind auch die Kultur und die Kulturschaffenden von einer neuen Kulturpolitik nach PiS-Richtlinien betroffen. Weiterlesen

Deutsch-Georgisches Jahr

Manchmal dauern auch schöne Dinge etwas länger. So erstreckt sich das „Deutsch-Georgische Jahr“ unter dem Motto „Zukunft erben“ dann auch von April 2017 bis Oktober 2018; ein Kulturjahr, das zeitgleich in Georgien und Deutschland gefeiert wird. Am Mittwoch, den 26.04.2017 fand die Auftaktveranstaltung im Weltsaal des Auswärtigen Amtes in Berlin im Beisein des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel und seinem georgischen Amtskollegen Mikheil Janelidze statt. Geplant sind in beiden Ländern über 130 gemeinsame Veranstaltungen und Projekte. Die Intensität und Vielfältigkeit des deutsch georgischen Verhältnisses wird dargestellt durch zahlreiche kulturelle Events, wie Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen und Lesungen, sowie Wirtschaftsforen und gemeinsam entwickelte Vorhaben aus Wissenschaft und Bildung oder auch des Sports. Eines der Höhepunkte dürfte die Teilnahme Georgiens als Ehrengast an der weltgrößten Buchmesse in Frankfurt 2018 sein. In den Beziehungen beider Länder sollte auch gewürdigt werden, dass vor 200 Jahren die ersten deutschen Siedler in Georgien angekommen sind, vor 25 Jahren wieder diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien aufgenommen wurden und sich 2018 die Anerkennung der ersten georgischen Republik zum 100. Mal jährt.

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche

Ab dem 1. Januar 2017 dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in ihrer Freizeit kostenlos das Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main (MMK 1, 2, 3) besuchen. Ebenso zahlen alle Studierenden der Goethe Universität Frankfurt/Main weiterhin keinen Eintritt. Das MMK ist eine von zwölf städtischen Kulturinstitutionen, die Teil des kostenlosen Angebots für junge Menschen in Frankfurt sind. Eine Maßnahme, die generell bundesweit an allen Kulturstätten Nachahmung finden sollte, um junge Menschen, denen oft die finanziellen Mittel für Eintrittsgelder fehlen, frühzeitig mit der kulturellen Vielfältigkeit in Berührung zu bringen und für Kunst zu begeistern. Schlicht und einfach ihnen einen wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung bereit zu stellen.

Charakteristisches

Interview-Serie über Gewohnheiten

Wieso Gewohnheiten? Weil sie einfach viel Platz in unserem Leben einnehmen. Irgendwann habe ich in der Wochenzeitung "Die Zeit" gelesen, dass die Gewohnheiten zwischen 30-50 % unseres täglichen Handels bestimmen (Bas Verplanken, Professor für Sozialpsychologie an der University of Bath, England). Der Duden definiert Gewohnheit als „durch häufige und stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung, Haltung, Eigenheit; etwas oft nur noch mechanisch oder unbewusst Ausgeführtes.“ Weiterlesen

Unsere Empfehlung Veranstaltungstipps

Danny Lyon – Message to the Future
Ausstellung vom 16.09. bis 03.12.2017 C/O Berlin, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin www.co-berlin.org
In seiner über 50jährigen Karriere hat Danny Lyon eine einzigartige visuelle Dokumentation von einem halben Jahrhundert Politkampf erschaffen. Die fotografischen Werke sind eine verwobene Darstellung von bewegten Bildern und geschriebenen Wörtern und bewirken somit eine besondere Sicht auf die Welt mit den eingesetzten Mitteln von Fotografie, Film und Literatur. Etwa 175 Fotografien aus den wichtigsten Serien der späten 1960er- und 1970er-Jahre werden neben weniger bekannten Filmen, Collagen und sonstigen Materialien aus Lyons privatem Archiv in der Werkschau präsentiert.  2012 erzählte Danny Lyon der Fotografin Susan Meiselas „Meine größte Stärke ist meine Empathie mit Menschen, die anders sind als ich“

Das Pop-Up Cinema von Humboldt Forum und Berlinale NATIVe, eine Sonderreihe der Internationalen Filmfestspiele Berlin, lässt die Tradition des Wanderkinos an ungewöhnlichen Orten in Berlin wiederaufleben. Filmemacher(innen), Expertinnen und Experten verlassen mit Geschichten und bewegten Bildern als Bagage traditionelle Vorführräume und schlagen ihre Leinwand inmitten der Stadt auf. Im dritten Block wird der Film "Hunt for the Wilderpeople" am 23.08.2017 um 21:00 Uhr im KulturGut in Marzahn, am 24.08.2017 um 20:00 Uhr im bi`bak in Wedding, am 25.08.2017 um 21:00 Uhr an einem geheimen Ort am S-Bahnhof Rathaus Steglitz (Treffpunkt) sowie am 26.08.2017 um 21:00 Uhr im Freiluftkino Friedrichshagen in Köpenick. Eintritt jeweils kostenlos.

Carolee Schneemann. Kinetische Malerei
31.05. bis 24.09.2017, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main (MMK 1), Domstraße 10, 60311 Frankfurt am Main www.mmk-frankfurt.de
Carolee Schneemann (*1939), die in diesem Jahr auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, gilt als Vorreiterin der Performance-Kunst. Ihre vielfältigen Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst haben bis heute bedeutenden Einfluss auf die junge Künstlergeneration. Aus dem Wunsch heraus die Malerei über die Leinwand hinauszubringen und selbst Schöpferin und Darstellerin der eigenen Bilder zu sein, hat sie eine hybride Darstellungsform von Fotografie und Performance geschaffen, in dem sie ihren Körper in hohem Maße einbringt. Die Beschäftigung mit dem weiblichen Körper im gesellschaftlichen Zusammenhang sowie mit Lust und Erotik zeigen sich in vielen Arbeiten der Künstlerin. In der Ausstellung Schneemanns werden ihre bekannten Arbeiten und Performances zusammen mit selten gezeigten Werken präsentiert.

Katharina Sieverding Kunst und Kapital. Werke von 1967 bis 2017
11.03. bis 16.07.2017, Bundeskunsthalle Bonn www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/katharina-sieverding.html
“Kein Bild ist denkbar ohne die Gesamtheit aller Bilder, die in der Welt sind.“ Katharina Sieverding
Bundeskunsthalle: „Die deutsche Fotografin Katharina Sieverding gehört zu den international renommierten Künstlerinnen, die schon früh mit ungewöhnlichen Bildfindungen und einer innovativen medialen Kunstpraxis das künstlerische Potenzial der Fotografie erneuert haben.“  Ihre seriellen Fotoarbeiten sind Ausdruck von Reflexionen sowohl über die eigene Identität und das Individuum, über Genderdiskurse und die notwendige Emanzipation der Rolle der Künstlerin als auch über die gesellschaftliche, politische, soziale und kulturelle Gegenwart. Ihr Archiv ist Gedächtnis- und Wissensspeicher, der die subjektive Wahrnehmung des Zeitgeschehens und der Themen der Künstlerin spiegelt und damit ein Bild der jeweiligen Zeit transportiert.“

Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945 Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile – Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9:00 bis 19:00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage 10:0 bis 18:00 Uhr, Eintritt frei. www.hdg.de
Auf über 4.000 qm wird die deutsche Zeitgeschichte nach Kriegsende zum „Anfassen“ und aktuell präsentiert, mit individuellen Betrachtungen und im internationalen Zusammenspiel. Themenbereiche/Epochen: „1945 - 1949 Last der Vergangenheit und Teilung Deutschlands“, „1949 - 1955 Jahre des Aufbaus in Ost und West“, „1955 - 1963 Kalter Krieg und Vertiefung der Teilung“, „1963 - 1974 Kontinuität und Wandel“, „1974 - 1989 Neue Herausforderungen“, „1989 bis heute Deutsche Einheit und globale Herausforderungen“. Im Prinzip sollte ein Besuch der Ausstellung schon als staatsbürgerliche Pflicht angesehen werden.

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