Würdevoller Abschied vom geliebten Haustier – die Tierbestattung

dpr: Herr Heisrath, wie ist es dazu gekommen, dass Sie Tierbestatter geworden sind?

T. Heisrath: Ich hatte früher immer die Gelegenheit, meine Tiere im Garten der Eltern zu bestatten. Irgendwann haben meine Eltern das Haus aus Altersgründen verkaufen müssen und dann wurde auf diesem Grundstück, wo meine ganzen Tiere begraben waren, ein Haus gebaut. Da habe ich gedacht, da muss es was Anderes geben. Ich bin bei einem Besuch in Paris auf einem wirklich sehenswerten Tierfriedhof gewesen, und habe gedacht so etwas muss es auch in Deutschland geben.

Ich habe festgestellt, es gibt tatsächlich Tierfriedhöfe. Aber man muss eine Genehmigung dafür haben, was neben einem endlosen Marathon durch Bürokratie und Vorschriften auch sehr hohe Investitionskosten im sechsstelligen Bereich bedeutet. Sie müssen auch ein passendes Grundstück haben. In Dormagen, in Köln-Stammheim und in Kerpen gibt es hier im Umkreis Tierfriedhöfe.

Da bin ich irgendwann darauf gekommen: Es gibt doch auch die Einäscherungen. Das war vor ungefähr 8 Jahren, wo ich mich erstmals damit beschäftigt habe. Ich habe aber damals noch nicht gedacht, dass ich so etwas machen könnte. Durch Fachzeitschriften und Bekannte bin ich auf die Unternehmen Rosengarten, Cremare usw. gestoßen, die es bundesweit gibt. Ich habe mir gesagt, das könnte ich auch und habe mich dann nach einiger Zeit als Angestellter eines Tierbestattungsunternehmens im Jahr 2013 selbstständig gemacht. Ich hoffe, den Tierhaltern einen optimalen Service und ein gutes Gefühl mit dem Umgang Ihres verstorbenen Tieres zu geben.

dpr: Machen Sie das ganz alleine?

T. Heisrath: Ja, das mache ich alleine, allerdings habe ich eine Aushilfe, die Urnen und Schriftkram für mich übernimmt. So bleibt auch der Service immer persönlich.

dpr: Das ist aber, glaube ich, auch nicht so einfach.

T. Heisrath: Es geht, aber sie müssen tatsächlich abschalten. Wichtig ist, dass sie die Schicksale der Tiere nicht mit nach Hause nehmen.

dpr: Das ist wahrscheinlich in jeder Situation so, egal, ob ich Arzt oder Bestatter bin.

T. Heisrath: Ich höre mir die Geschichten der Tiere und der Tierhalter an, natürlich, es geht mir oft auch sehr nahe, weil mit jedem Tier ein individuelles Schicksal verknüpft ist. Ich hatte jetzt gerade erst einen Hund der nur 6 Jahre alt war, einen schweren Tumor hatte und wo man sich irgendwo sagt, Mensch - das Tier hat doch noch sein halbes Leben vor sich, das tut einem schon weh.

dpr: Aber auch von der eigenen Einstellung muss man durch und durch Tierfreund sein, sonst könnte man die Empathie nicht einbringen.

T. Heisrath: Ja, ich habe auch mein Leben lang Tiere gehabt. Ich habe leider meinen Hund vor 4 Wochen im Alter von nur 9 Jahren verloren. Das ging sehr plötzlich innerhalb von 3 Tagen, deshalb weiß ich auch mit Sicherheit, was es bedeutet, sein Tier zu verlieren.

dpr: Ja, man kann also heute sagen, dass es mehr wird, dass sich die Tierhalter einfach mehr mit diesem Gedanken beschäftigen , sagen, was ist danach, wenn ich Abschied nehmen muss. Ich kann es nicht überall einfach vergraben, weil ich kein Grundstück habe.

Wir waren im Bergischen Krematorium Wuppertal und haben uns dort informiert, wie eine menschliche Kremation abläuft. Alles war zu sehen und so war es auch für uns spannend, eben zu erfahren, dass es ja nicht um Asche geht, sondern um Knochenmehl, was letztendlich übrigbleibt. Das ist es aber. Wenn sie mit jemandem sprechen: 99 % der Menschen denken, dass ist ein Häufchen Asche aus dem Verbrennungsprozess. Und deswegen sollte man das auch mal kommunizieren, damit nicht pietätlos damit umgegangen wird. Aber es ist halt ein mechanischer Prozess, eine Abfertigung.Trotzdem machte das alles schon einen seriösen und professionellen Eindruck.

So und jetzt geht es um eine Tierbestattung. Wenn sie z.B. in Spanien mit jemandem sprechen, sagen diese wahrscheinlich, ihr Deutschen seit alle verrückt. Ihr macht mit Tieren mehr Aufstand als mit Menschen.

T. Heisrath: Es gibt aber auch in Spanien Tierkrematorien, selbst auf Gran Canaria gibt es ein Tierkrematorium.

dpr: Deswegen denke ich auch, dass es mittlerweile normal geworden ist und man möchte ja auch von einem alten Hausgenossen, den man Jahre oder Jahrzehnte bei sich hatte, in Würde Abschied nehmen. So ist es und dass ist ja auch unser Ansinnen. Aber das Bewusstsein beim Tierhalter wächst auch, zu sagen, was ist danach, wie kann ich mich würdevoll von meinem lieben Gefährten verabschieden.

Man kann das Tier nicht einfach irgendwo unter einem Baum verscharren, unabhängig davon, dass man das nicht darf, aber auch vom Gefühl her. Deshalb haben wir auch gesagt: man kann mit dem verstorbenen Tier nicht einfach in den Wald laufen. Man steht nachts dort und gräbt ein Loch. Dabei würde man sich auch nicht wohlfühlen.

Deswegen glaube ich, wird es eine höhere Nachfrage für eine Tierbestattung geben und sie haben gut zu tun.

T. Heisrath: Also, es sieht so aus, dass die Zahlen tatsächlich zunehmen, weil auch die Bevölkerung mittlerweile deutlich aufgeklärter ist, was die Tierverwertung angeht. Trotzdem sollte man nicht unterschätzen, dass von den Tieren, die nicht auf eigenem Grundstück begraben werden können, nach wie vor noch ca. 70 % in die Tierverwertung gehen.

In Deutschland leben geschätzt 25 Millionen Haustiere, die tatsächlich als Haustiere zählen, wobei ein Großteil Katzen und Hunde sind, aber auch Kaninchen, Hamster und Co. sind geliebte Haustiere, für die nicht jeder die Möglichkeit hat, sie selber zu vergraben. Man lässt es dann meistens beim Tierarzt, weil man nicht weiß, was sonst möglich ist.

Anschließend geht es in die Tierkörperbeseitigungsanlage. Hinterher erfährt man erst, was das eigentlich bedeutet, sprich, dass die Tiere geschreddert, gekocht und verwertet werden. Das heißt, die Fette, die daraus gewonnen werden gehen in die maschinelle Industrie, die Feststoffe gehen z.B. in die Zementfabriken zum Heizen. Das ist halt das, was dann übrigbleibt.

dpr: Darüber sind wir auch informiert.

T. Heisrath: Das Schlimme daran ist, wenn die sogenannten Beseitigungs-Tiere bei den Tierärzten abgeholt werden, kippt man diese würdelos in einen Container, wo gleichzeitig vorher die Schlachtabfälle und andere Fleischrückstände abgeholt wurden. Die gehen dann zu der Tierkörperbeseitigungsanlage. Sie werden auch im Internet kaum Berichte finden über das Wort „Tierkörperbeseitigung“.

Sie werden da kein Filmchen auf You-Tube sehen, wo die Abwicklung dann wirklich gezeigt wird. Es gibt zwei, drei Filme die aus dem Ausland kommen, wo sie dann z.B. sehen wie eine Kuh mit einem Schäferhund zusammen geschreddert wird.

dpr: Mein Gott!  Das will und kann man seinem Tier nicht antun. Das Tier wird auf ein Stück Fleisch reduziert, das ist das dramatische.

T. Heisrath: Es ist viel schlimmer, es ist nicht nur Fleisch, es ist Abfall.

dpr: Abfall!

T. Heisrath: Offiziell heißt es, es handelt sich um Abfall der Kategorie 1, Kat 1, so heißt es offiziell. Allgemein gesprochen handelt es sich dabei um das nicht für den menschlichen Verzehr geeignete Fleisch, oder Fleischabfälle. Und dazu gehören leider auch verstorbene Haustiere, wenn sie nicht eingeäschert oder begraben werden.

dpr: Stimmt es auch, dass aus Tierkadavern Futter hergestellt wird, das habe ich mal gehört?

T. Heisrath: Es wurden früher tatsächlich Futtermittel daraus hergestellt. Allerdings, seit BSE aufgetreten ist, soll es das nicht mehr geben. Ich gehe davon aus, dass der Kadaver nicht mehr ins Futter kommt. Es soll auch nicht mehr in die Kosmetik kommen. Früher wurde aus den Knochen Seife gemacht. Das soll auch nicht mehr so sein.

dpr: Da ist ein Tier z.B. mehr als 15 Jahre an der Seite des Menschen und soll dann zerhäckselt werden? So etwas ist einfach nur grauenvoll. Aber warum wird dieses beim Tierarzt nicht angesprochen? Normalerweise würde man ja davon ausgehen, dass er auch sagt: Ich sorge dafür, dass das Tier möglichst gesund bleibt und alt wird.Aber wieso macht er dann so etwas und klärt die Leute nicht zumindest auf und sagt, ich habe da noch einen Alternativ-Prospekt. Man kann es auch so machen! Aber er verdient ja wahrscheinlich bei dieser Handlung noch dazu.

T. Heisrath: Also, ich will es mal vorsichtig so sagen:  Wenn wir ein Tier beim Tierarzt lassen, aus welchen Gründen auch immer, ist es dem Halter vermutlich egal was damit geschieht. Es soll jetzt auch keine pauschale Verurteilung von Tierärzten sein, der sie in Hinsicht auf den Verbleib Ihres Tieres nicht berät. Übrigens ist er verpflichtet, bei meldepflichtigen Seuchen das Tier zu behalten und in die Verwertung zu geben. Dann ist das andere, dass es oftmals eine Kostenfrage ist. Wenn sie ihre Katze beim Tierarzt lassen, zahlen sie zwanzig Euro. Wenn sie einen großen Hund da lassen, zahlen sie fünfzig bis hundert Euro.

So, damit haben sie ihr Tier erst mal weg. Sie denken, alles ist in Ordnung. Und die Erklärung von der Tierverwertung wird der Tierarzt ihnen nicht unbedingt machen - also dem Halter sagen, ihr Tier wird jetzt gehäckselt, geschreddert, gekocht oder sonst etwas…

dpr: Wir haben aber auch mal gehört und gelesen, wenn man dem Tierarzt sagt, ich möchte nicht, dass mein Tier geschreddert wird ( wenn man weiß, was da passiert) ich möchte, dass mein Tier verbrannt wird, da soll es eine anonyme Sammelkremierung geben.

T. Heisrath: Genau, das gibt es auch. Wir, wie auch einige andere Bestatter bieten dieses an. Es handelt sich dabei um eine anonyme Einäscherung. Die anonyme Einäscherung bedeutet, da sind Kosten, die sich im Rahmen der leicht höheren Kosten gegenüber der Tierkörperbeseitigung bewegen. Dafür holen wir das Tier dann ab, führen es auch der normalen Verbrennung zu, aber es wird dann nicht weiter dokumentiert. Das heißt, es gibt keine Urkunde darüber, sondern die Tiere werden dann in den Nachtschichten, wenn keine Einzeleinäscherungen oder reguläre Sammeleinäscherungen mehr stattfinden als Gruppenverbrennung durchgeführt.
Die Aschen werden dann aber auch nicht bestattet, die werden verstreut.

dpr: Ist das in Freilingen?

T. Heisrath: Also, in Freilingen gibt es einen Tierfriedhof, auf dem Sammelasche einiger Tierbestatter und Krematorien verstreut wird.Die Sammelasche der anonymen Tiere wird jedoch bei den Krematorien auf Feldern verstreut oder auch auf See bestattet.

dpr: Also, das heißt, man darf jetzt diese Botschaft mitnehmen:

Es darf für einen Tierhalter nicht an den Kosten scheitern wenn eine Einäscherung unter kostengünstigen Bedingungen möglich ist und man dann nicht den Weg wählen muss:  ich bin jetzt in einer Schredder- und Verwertungssituation.

T. Heisrath: Genau, wobei wir auch sagen können, die anonyme Einäscherung, ist als Service zu sehen, damit die Tiere nicht in die Verwertung kommen. Zu verdienen ist an diesem Service fast nichts. Auch bieten wir dieses natürlich den Tierärzten selber an. Tiere, die sonst in die Verwertung gehen würden, können zu einem Kilopreis abgeholt werden.

Das ist in der Branche eigentlich auch üblich, d.h. die Tierärzte, die mit uns zusammenarbeiten, können diesen Service nutzen. Diese bezahlen dann auf ihre eigenen Kosten die „Beseitigungseinäscherung“, so heißt es offiziell und die Tiere werden dann ebenfalls anonym eingeäschert.

dpr: Es ist ja nicht nur das Einäschern, sondern es ist ja auch die Begleitung. Zu sagen, ich möchte von meinem Tier in einer ruhigen Atmosphäre Abschied nehmen, sich sammeln können, das ist ja auch immer ein ganz wichtiger Punkt. Was ja im Prinzip bei einem Tierarzt, wenn ich das Tier dann dort lasse, in dieser Form überhaupt nicht gegeben ist.

T. Heisrath: Wobei wir auch diese Möglichkeit anbieten. Wenn jemand es möchte, können wir das Tier nach der Abholung beim Tierarzt noch einmal aufbahren. Wir haben hier nebenan noch einen Abschiedsraum, in dem die Besitzer ganz in Ruhe Abschied nehmen können. Das ist halt außerhalb der anonymen Praxis in unserer wohnlichen Atmosphäre jederzeit möglich.

Es ist nur wichtig, dass man uns das vorher sagt. Wir holen die Tiere auch im Regelfall innerhalb von zwei Stunden überall ab, egal wo. Wenn wir das mit dem Tierarzt vorher besprechen, dann bekommen wir die Tiere auch so vom Tierarzt, dass sie auch noch aufgebahrt werden können.

Das Problem ist oftmals, wenn der Kunde sich erst zwei Tage später überlegt: ich möchte es noch einmal sehen, ist es nicht mehr möglich, weil die Tierärzte die Tiere aus technischen Gründen oder auch aus Veterinärauflagen heraus, verpacken müssen. Und sie verpacken die natürlich dann in Kühltruhen und das möglichst platzsparend. Das heißt, sie werden zusammengerollt und sind nicht immer ansehnlich. Werden diese dann so eingefroren können sie nicht mehr aufgebahrt werden. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass die Tiere schnell abgeholt werden.

Da viele der bundesweit arbeitenden Bestattungsunternehmen z.B. nur bestimmte Termine zum Abholen haben, unterscheiden wir uns hier vom Wettbewerb. Die kommen beispielsweise nur zweimal die Woche zum Tierarzt und holen die Tiere ab. Wir sind im Regelfall immer am selben Tag der Info zur Abholung beim Tierarzt um Ihren Liebling zu übernehmen.

Für mich ist auch der persönliche Kontakt zum Kunden von der ersten Kontaktaufnahme über die Informationen bei oder nach der Abholung bis hin zur Übergabe der Urne wichtig.

dpr: Dies können wir ja jetzt als großen Vorteil zusammenfassen.

T.Heisrath: Definitiv!

dpr: Ist es richtig, dass Tiere, die vom Tierarzt die Todesspritze bekommen, sich verkrampfen und einen echten Todeskampf ausstehen müssen? Das ist einer Bekannten von uns mit ihrer Katze passiert. Die Katze hatte danach einen ziemlich verzerrten Gesichtsausdruck.

T. Heisrath: Nein, so ist es nicht. Dann hat der Tierarzt wohl etwas falsch gemacht oder das Tier hatte bereits im Vorfeld sehr starke Schmerzen.

Bei der sogenannten Todesspritze bekommen die Tiere zunächst durch einen Venenzugang eine Überdosis Narkosemittel, was bei sehr schwachen Tieren direkt zum Tod führen kann. Sollte das nicht der Fall sein, bekommen sie nach der Narkosespritze noch eine weitere „endgültige“ Spritze, die sie dann aber aufgrund der vorhergehenden Betäubung nicht mitbekommen. Sie schlafen ein und sehen sehr friedlich aus.

dpr: Danke für die Ausführung. Sie sind rund um die Uhr einsatzbereit, sie holen die Tiere ab, egal wo, ob beim Tierarzt, zu Hause oder in welcher Situation auch immer, können dann entsprechend agieren und alles würdevoll vorbereiten, bis hin zum letzten Schritt. Und ich glaube, das ist auch der Sinn. Deswegen haben wir auch gesagt, da wollen wir mal drüber sprechen, weil es ja vielen Menschen nicht so bekannt ist.

Auch viele Leute sagen, dass würde ich in Kauf nehmen, kann es auch finanziell tragen. Ein Tier kostet immer Geld, auch in der Lebenszeit muss man viel Geld ausgeben und Tierärzte sind auch nicht immer preiswert. So, da muss ich auch für den letzten Schritt ein bisschen Geld in die Hand nehmen um dann auch wirklich eine vernünftige Situation vorzufinden.

dpr: Mit welchem Krematorium arbeiten Sie zusammen?

T. Heisrath: Das ist das „Cremare Tierkrematorium“ in Wesel.

Bei mir ist es so, ich arbeite nicht mit versteckten Kosten. Wie sie bei mir in der Preisliste sehen können, kostet die Einäscherung einer Katze mit Normalgewicht z.B. 140,00 Euro für eine Einzeleinäscherung.In diesem Preis ist enthalten: die Abholung beim Tierarzt oder bei ihnen zu Hause, die Überführung ins Krematorium und die Einzel-Einäscherung. Oftmals ist es so, wenn man in das kleingedruckte der Wettbewerber guckt,da steht dann drin, Abholkosten ab ca. 30,00 Euro. Es gibt z.B. auch einen Bestatter, der nimmt 85,00 Euro pro Tier für die Abholung. Er muss diesen Preis aber nehmen, weil er meiner Erkenntnis nach keine Lagergenehmigung für verstorbene Tiere hat. Das heißt, er muss die Tiere sofort ins Krematorium fahren. Das ist natürlich ein Kostenaufwand, der sich irgendwo widerspiegeln muss. Andere nehmen pauschal für die Abholung 35,00 Euro plus nochmal 25,00 Euro für die eigentlich dann immer notwendige Überführung ins Krematorium.

Wenn der Kunde sagt: Katze ca. 4 kg -175,00 Euro für die Einäscherung. Okay, das ist ja nicht viel teurer als bei Herrn Heisrath (140,00 Euro). Sie stellen dann aber fest, oh, da kommen noch 60,00 Euro für Abhol- und Überführungskosten dazu. Dann bekommen sie bei uns eine Schmuckurkunde automatisch dazu, die bei den anderen 12,00 bis 15,00 Euro kostet. Das sind alles so versteckte Kosten mit denen ich nicht arbeite. Bei mir gibt es einen Preis und das ist dann auch der Endpreis. Was nicht mit drin ist, weil es halt individuell ist, die Urne.

dpr: Richtig, das ist ja auch nachvollziehbar.

T. Heisrath: Und da sage ich, es geht los, bei 20,00 Euro für eine normale Standardurne und endet bei, ich sag mal, je nach Ausführung im hohen dreistelligen Bereich. Also es gibt nach oben hin fast keine Preisgrenze.

dpr: Das ist auch eine Beruhigung für den Tierhalter, der sagt, gut, das ist bezahlbar.

Er muss dann nicht mit unendlichen Summen rechnen, sondern das ist ein Aufwand den man halt vertreten kann und ich glaube, das ist auch das, was wir einfach kommunizieren wollen, den Leuten dies nahezubringen und zu sagen, dass macht Sinn. Weil sich jeder Tierbesitzer auch mit dieser Situation mal auseinandersetzen muss. Wir machen es jetzt auch relativ früh, damit von vorne herein alles geklärt ist.

Herr Heisrath, wir bedanken uns für das angenehme und informative Gespräch mit Ihnen.

Das Gespräch mit Herrn Thomas Heisrath führten am 03.06.2017 in Erftstadt-Scheuren Heidi und Tilo Herde

Weitere Informationen: www.re-tierbestattung.de